Am Anfang des Spaziergangs sollte eine “Austob-Phase” von ca 20 Minuten stehen, welche nach Möglichkeit ohne Leine erfolgen sollte.
Dabei ist das Radfahren mit eingelegten Pausen für das Erkunden, sowie für den Kot- und Harnabsatz ideal, um das Laufbedürfnis Ihres Hundes zu befriedigen.
Beim Laufen neben dem Fahrrad ist stets zu beachten, dass die Geschwindigkeit der Laufleistung des Hundes und der Witterung angepasst ist. Aufbauend können nun einige Trainingssequenzen (bis 3 Stück) eingebaut werden, die jedoch einzeln nur 5-10 Minuten andauern sollten.
Setzen Sie sich bei den Übungen nicht zu sehr unter Druck. Ihre Stimmung sollte gelöst sein, denn schlechte Laune überträgt sich zwangsläufig auf den Hund! Setzen Sie zudem die Trainingsziele nicht zu hoch an. Dieses führt oftmals zu Misserfolgen.
Deshalb mit dem Üben dann aufhören, wenn es am besten funktioniert! Wichtig sind stets kleinere Pausen, damit sich Ihr Hund beim “Schnüffeln” und “Stöbern” entspannen und ablenken kann.
Üben Sie häufig an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Tageszeiten.
Wichtig ist die Abwechslung im Laufe eines Spaziergangs durch neue Wegstrecken, Spiele und Übungen.
Animieren Sie Ihren Hund zu Spielen, die die Geschicklichkeit fördern (Springen auf Baumstämme, Balancieren auf schmalen Stegen, Überklettern und Überspringen von Hindernissen). Sie selbst sollten dabei aktiv beisteuern und mitwirken, um so über Partnerspiele die Besitzerbindung Ihres Hundes zu optimieren. Wichtig ist dabei, dass ausschließlich Sie als Besitzer (= Rudelführer + Boss) die Wegstrecke und Spiele bestimmen!!
Der Rückruf als das wichtigste Signal muss täglich geübt werden, ehe er nach erfolgreichen Wiederholungen Perfektion erlangt. Rufen Sie Ihren Hund bereits nach der ersten Austobphase des Spaziergangs zurück und wiederholen Sie dies unzählige Male.
Futter sollte nicht nur über sogenannte Futterspiele (Futtersuchspiele), sondern ebenso als Belohnung und Motivation Verwendung finden. Dabei kann man z.B. dem Hund morgens nur 1/3 seiner Tagesration zu füttern, und ein weiteres Drittel am Abend anbieten. Den Rest könnte sich Ihr Hund tagsüber beim Erlernen “erarbeiten”.
Gehorsamsübungen können beim Spielen integriert werden, oder werden gesondert geübt.
Achten Sie dabei auf die Kommunikation, damit der Hund nicht irritiert wird. Bitte verwenden Sie stets den gleichen Tonfall.
Such-, Wurf- und Apportierspiele sind bei Hunden in der Regel sehr beliebt und können bei richtigem Trainingsansatz eine große Bereicherung im Hundealltag darstellen. Zum Apportieren gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Artikeln – Beißrollen, Hölzer, Gummibälle, etc. Hingegen sollten Zerrspiele zum gemeinsamen Überwältigen der “Beute” (Beißwurst, Schleuderball, o.ä.) mit dem Besitzer nur dann geübt werden, wenn ein Unterbrechersignal vorher perfekt trainiert wurde. Ansonsten könnte es dabei auch zu kleineren Unfällen kommen.



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