Die halbe Nacht konnte Jonah nicht schlafen, da er immer wieder dieses leise Miauen unter seinem Schlafzimmerfenster im Ohr hatte.
Am nächsten Morgen schaute er nach und siehe da: ein kleines Kätzchen hatte sich in den Garten seiner Eltern verlaufen. Ist es ein Findelkind oder gehört die Katze vielleicht einem Nachbarn? Wie sollte er sich verhalten?

Eine "Findelkatze"?
Am wichtigsten ist es vorerst, dass Sie der Katze nichts zu fressen geben. Wen die Katze erst einmal etwas Leckeres von Ihnen erhalten hat, kann es möglich sein, dass diese übersiedelt und nun täglich bei Ihnen zum Fressen erscheint.
Warten Sie lieber ab, ob sich in den kommenden Tagen jemand meldet, der sein Tier vermisst. Achten Sie auf Aushänge in Geschäfte oder Zeitungsinserate, die auf verschwundene Katzen hinweisen. Eventuell findet sich darüber der Eigentümer der Katze. Zudem besteht die Möglichkeit, der Katze ein Halsband umzulegen, an dem Sie Ihre Telefonnummer und Adressdaten befestigen. Falls die Katze ein Herrchen hat und tagsüber zu diesem zurückkehrt, kann dieser sich bei Ihnen melden, und somit besteht für Sie die Gewissheit, dass es sich nicht um eine „Findelkatze” handelt.
Wenn jedoch alles nicht zutrifft, sollten Sie aktiv werden. Informieren Sie naheliegende Tierheime oder die Katzenschutzinitiative. Vielleicht haben diese schon Suchanfragen erhalten. Zudem sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um festzustellen, ob das Tier Krankheiten, Parasiten oder andere Mangelerscheinungen hat. Dieser kann zudem feststellen, ob dem Tier ein Chip eingepflanzt wurde. Darüber könnte man gegebenenfalls beim Haustierregister den Halter ausfindig machen.
Sollten alle Versuche zu nichts führen, liegt es an Ihnen, ob Sie die Katze behalten wollen, oder ob Sie über Tierheime oder Eigeninitiative eine Vermittlung vornehmen möchten.
In Jonah´s Fall haben die Eltern über eine Zeitungsanzeige schnell den Katzenvater finden können. Dieser bedankte sich herzlich und Jonah durfte fortan regelmäßig seinen neuen Freund besuchen.


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